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Dienstag, 12. Oktober 2021
Christoph Kolumbus entdeckt Amerika, 1492

von und
Undatierte Darstellung einer Münze mit dem Gesicht des italienischen Seefahrers Christoph Columbus (1451-1506). Er gilt als Entdecker Amerikas (nach den Wikingern um 1000 nach Christus)

Münze mit dem Gesicht von Christoph Kolumbus

Auf dem Weg nach Indien entdeckte Christoph Kolumbus am 12. Oktober 1492 Amerika, und hielt es für Indien. Bis zu seinem Tod hat der Seefahrer aber nie von seinem Irrtum erfahren.

Der Entdecker Kolumbus.
Kolumbus* wurde 1451 in Genua, Italien, geboren. Anfangs arbeitete er – genau wie sein Vater – als Wollweber. Aber Kolumbus war ein wissbegieriger Abenteurer und das Meer faszinierte ihn sehr.
Deshalb wollte er lieber als Kaufmann zur See zu gehen. Indien war damals das Land des Goldes und der Gewürze.
Unterstützung aus Spanien

Das portugiesische Königshaus unterstützte diese Idee nicht; das spanische Königshaus aber förderte Kolumbus sogar. Das spanische Königspaar stellte Kolumbus drei Schiffe und Mannschaften zur Verfügung. Am 3. August 1492 es dann soweit. Kolumbus stach in See und ging heute vor 529 Jahren an Land. Seiner Meinung nach betrat er Indien. Deshalb nannte er die Einwohner auch „Indianer“.

Ein neuer Kontinent?

Tatsächlich landete Kolumbus auf einem Kontinent, den die Europäer zu dieser Zeit nicht kannten: Amerika. Er ging auf einer Insel der Bahamas an Land. Kolumbus trat noch drei weitere große Reisen in sein „Indien“ an. Am 20. Mai 1506 starb der Entdecker Amerikas.
Bereits 500 Jahre vor Kolumbus waren Europäer auf dem amerikanischen Kontinent gewesen. Dazu gehörte zum Beispiel der Isländer und Wikinger Leif Eriksson. Spuren von Wikinger-Siedlungen wurden in Neufundland (Kanada) entdeckt. Aber erst die Landung von Christopher Kolumbus in Amerika im Jahr 1492 veränderte die Geschichte Amerikas und Europas. Nach Kolumbus wurde der amerikanische Kontinent immer weiter erkundet und schließlich erobert. Deswegen gilt Kolumbus heute als „Entdecker Amerikas“.

Kupferstich von Theodor de Bry zeigt Landkarte von Amerika von 1596 mit den Bildnissen von Kolumbus, Vespucci, Magellan und Pizarro

Landkarte von Amerika von 1596

Folgen für die Menschen in Amerika

Wenn man von der „Entdeckung“ Amerikas spricht, gibt dies den Blickwinkel der Europäerinnen und Europäer wieder, die den Kontinent vorher nicht kannten. Es lebten aber schon lange vor der Ankunft der Europäer Menschen auf dem Kontinent: die Ureinwohnerinnen und Ureinwohner, die man als „indigene“ Bevölkerung bezeichnet. Die europäischen Staaten führten Eroberungskriege auf dem amerikanischen Kontinent. Sie unterdrückten die Ureinwohner, sie verfolgten und erniedrigten sie und missbrauchten sie als Sklaven. Viele kulturellen Schätze der indigenen Bevölkerung wurden geraubt oder zerstört. Bis heute leiden viele Nachkommen der Ureinwohner unter den Folgen dieser Eroberungspolitik.


* in italienischer Sprache heißt er Cristoforo Colombo

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