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Mittwoch, 11. März 2020
Geburtstag von Helmuth James Graf von Moltke

von und
Helmuth von Moltke beim Prozess gegen die Verschwörer des 20. Juli 1944 vor dem Volksgerichtshof in Berlin.

Helmuth von Moltke vor Volksgerichsthof

Heute vor 113 Jahren, am 11. März 1907, wurde Helmuth James Graf von Moltke in Kreisau (Schlesien, gehört heute zu Polen) geboren. Sein Vater war Gutsbesitzer, seine Mutter Dorothy stammte aus Südafrika. Seine Kindheit verbrachte Moltke teilweise zusammen mit den fünf Geschwistern auf dem elterlichen Gut Kreisau, teilweise auch in Berlin.

Studium der Rechtswissenschaften

Mit 20 Jahren begann Moltke sein Jurastudium. Zwischendurch unterbrach er seine Ausbildung, da er sich um das hoch verschuldete Familiengut kümmern musste. Nach der Rettung des Gutes nahm er sein Studium in Berlin wieder auf. Im 1931 heiratete er die Jurastudentin Freya Deichmann. Während Moltke als Referendar tätig war, arbeitete seine Frau erfolgreich an ihrer Doktorarbeit.

Gegner des Nationalsozialismus

Moltke war von Anfang an ein Gegner der Nationalsozialisten. Für seine Überzeugung verzichtete er sogar auf eine große Karriere als Richter. Stattdessen blieb er unabhängig und eröffnete ein eigenes Anwaltsbüro. Er spezialisierte sich auf Völkerrecht und internationales Privatrecht. Kurz nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs ernannte man ihn zum Kriegsverwaltungsrat. Diese Stellung nutzte Moltke, um jenen Menschen zu helfen, die vom nationalsozialistischen Regime verfolgt wurden. Er unterstützte sie bei ihrer Flucht oder warnte sie vor Gefahren. Außerdem setzte er sich dafür ein, dass man Kriegsgefangene menschlich behandelt.

„Kreisauer Kreis“

In seiner tiefen Ablehnung des NS-Regimes fand er Gleichgesinnte. Zusammen mit seinem Freund Peter Yorck Graf von Wartenburg gründete er die Widerstandsgruppe „Kreisauer Kreis“. Benannt nach dem Ort einiger Treffen: Moltkes Gut Kreisau. Die Verbündeten diskutierten über die Gegenwart und Zukunft Deutschlands. Sie berieten über die Beseitigung des Terror-Regimes, und überlegten sich Pläne für eine politische und gesellschaftliche Neuordnung Deutschlands. Moltke tat aber noch mehr: Er nutzte seine Dienstreisen ins Ausland, um Verbindungen zu den dortigen Widerstandsgruppen zu knüpfen. Doch sein Einsatz für andere wurde ihm zum Verhängnis. Als er einen Freund vor dessen Verhaftung warnte, bekamen die Nationalsozialisten das mit. Daraufhin verhaftete die Schutzstaffel (SS) Moltke am 18. Januar 1944. Knapp ein Jahr später, am 23. Januar 1945, wurde er von den Nationalsozialisten hingerichtet.

Die Gedenkstätte Deutscher Widerstand ist ein Denkmal und eine Bildungsstätte zur Erinnerung an den gesamten deutschen Widerstand gegen den Nationalsozialismus, die an der Berliner Stauffenbergstraße im sogenannten Bendlerblock (Ostflügel) untergebracht ist.

In der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin wird an den deutschen Widerstand gegen den Nationalsozialismus erinnert. Die Tafel erinnernt an die Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944.

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