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Spezial

Wohnen in Deutschland

Blick vom Dresdner Fernsehturm auf die Stadt

Dresden, eine große Stadt mit etwa 500.000 Einwohnerinnen und Einwohnern

Viele Unterschiede

In Deutschland leben etwas mehr als 83 Millionen Menschen. Insgesamt gibt es etwa halb so viele Wohnungen, rund 42,5 Millionen. Heißt das also, dass sich ungefähr zwei Menschen eine Wohnung teilen? Nein. Es gibt sehr viele Unterschiede beim Wohnen.
Es gibt Wohnungen und Häuser auf dem Land und in den Städten. Manche gehören den Bewohnerinnen und Bewohnern, andere werden gemietet. Es gibt alte und neue Häuser, es gibt teure und günstigere Wohnungen.

Zusammenleben
Für viele Menschen bedeutet Wohnen, dass sie mit anderen Menschen zusammenleben. Viele Kinder wohnen als Familie mit einem oder zwei Elternteilen zusammen. Manchmal kommen auch noch weitere Familienangehörige wie die Oma dazu. Und, nicht zu vergessen: oft auch ein Haustier. So ist das ungefähr bei jedem vierten Haushalt in Deutschland.
Und es gibt Menschen, die mit einem Freund oder einer Freundin oder einem Partner oder einer Partnerin zusammen unter einem Dach wohnen.
Wohnsiedlungen in Berlin. Im Vordergrund kleinere, im Hintergrund sehr hohe Wohnhäuser

Wohnsiedlungen in Berlin

Wohnen in der Stadt
Die meisten Menschen wohnen in einer Stadt oder in der näheren Umgebung einer Stadt. 81 Städte in Deutschland haben mehr als 100.000 Einwohner/-innen und gelten damit als Großstädte, in vier Städten leben sogar mehr als eine Million Menschen. Das sind, so die Zahlen für 2020, Berlin (3,7 Millionen Einwohner), Hamburg (1,8), München (1,5) und Köln (1,09). Obwohl das Leben in der Stadt oft teuer, laut und anstrengend ist, ziehen immer mehr Menschen, vor allem junge Leute, in die Großstadt. Sie wollen dort wohnen, weil sie in der Stadt arbeiten, dort eine Ausbildung machen oder studieren.
Unterschiedliche Häuser und Wohnungen
Auch die Häuser, in denen die Menschen wohnen, sind ganz unterschiedlich. Auf den Dörfern findet man manchmal noch alte Bauernhöfe, die man in der Stadt vergebens sucht. Hier gibt es häufiger Einfamilienhäuser, alte Villen und große moderne Häuser, in denen eine oder mehrere Familien wohnen. Mehrfamilienhäuser sind in Dörfern selten zu finden.

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Auch innen ist vieles bunt und verschieden
Auch innen sehen die Wohnungen der Menschen ganz unterschiedlich aus. Das hat zunächst damit zu tun, dass sie verschieden groß sind. In manchen Wohnungen hat jeder Bewohner und jede Bewohnerin einen eigenen Raum, in anderen Wohnungen teilen sich mehrere Menschen ein Zimmer. Viele Kinder haben ein eigenes Zimmer für sich, andere Kinder teilen sich ein Zimmer mit Geschwistern. Viele Kinder haben in ihrem Zimmer einen Schreibtisch, manche haben einen Fernseher, manche machen die Schulaufgaben aber auch in der Küche.

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Wohnen kostet Geld

Wer zur Miete wohnt, muss Miete bezahlen. Wer ein Haus besitzt, hat sich dafür oft bei einer Bank Geld geliehen, das über viele Jahre zurückgezahlt werden muss. Das geliehene Geld nennt man auch „Kredit“. Aber auch diejenigen, denen eine Wohnung oder ein Haus gehören, müssen neben dem Kredit noch Geld dafür bezahlen. Sie müssen an die Städte Abgaben und Steuern zahlen und sie brauchen Geld für Reparaturen. Für alle kommen Kosten für die Inneneinrichtung, für Wasser, Müllabfuhr, Heizung, Strom und anderes dazu.

Hier kann man keine Wohnung mehr mieten.

Die Wohnungen in diesem Haus sind vermietet.

Wohnungsnot
Wohnraum, also Wohnungen und Häuser, werden auf dem Wohnungsmarkt angeboten. Menschen, die gut verdienen, können sich eine größere und vielleicht auch schönere Wohnung leisten als Menschen, die wenig verdienen. Wenn Wohnungsmangel herrscht und die Preise für Wohnungen steigen, haben besserverdienende Menschen weniger Probleme eine Wohnung für sich oder ihre Familie zu finden. Menschen, die wenig Geld haben, haben es oft besonders schwer, eine Wohnung zu finden.
Menschen ohne Wohnung
Nicht alle Menschen haben eine Wohnung oder ein Haus, in dem sie leben können. Einige Menschen leben auf der Straße, schlafen unter Bahnübergängen, an Flussufern oder anderen Orten. Oft haben dieses Menschen sehr traurige Dinge erlebt, die zum Verlust des eigenen Zuhauses geführt haben. Der Verlust des Arbeitsplatzes, Trennungen in der Familie, Krankheiten und anderes können dazu führen, dass Menschen auf der Straße leben.
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