Phoenix und ihre Mission
Heute vor 19 Jahren startete die Sonde Phoenix ihren Weltraum-Flug zum Planeten Mars. Eine Sonde fliegt im Gegensatz zu Raumschiffen ohne Menschen an Bord. Fast 10 Monate dauerte die Reise von Phoenix. Ihre Aufgabe: auf dem Mars nach Wasser und Zeichen für Leben zu suchen. Dazu hat die Sonde zum Beispiel mit einem Roboterarm Proben vom Marsboden entnommen. Die Proben hat dann ein Bordcomputer untersucht. Betrieben wurde Phoenix dabei über Sonnenenergie.
Wasser, Wetter und Zukunftspläne für den Mars
Die Mission war erfolgreich: Phoenix hat unter der Marsoberfläche Wasser in Form von Eis gefunden. Das ist eine wichtige Bedingung dafür, dass es auf einem Planeten Leben geben könnte. Außerdem hat sie unter anderem das Wetter auf dem Mars untersucht. So wollen Forschende herausfinden, ob dort in der Zukunft Menschen leben könnten. Zum Beispiel, ob es dort gefährliche Strahlung gibt, wie man Energie für Strom gewinnen und ob man dort Essen anbauen könnte. Solche Forschungen zeigen auch, wie einzigartig und schützenswert unsere Erde ist. Ein Ort, an dem Menschen leben können wie hier, ist im Weltraum bisher nicht gefunden worden.
Wettstreit und Zusammenarbeit im Weltraum
Ein weiterer Erfolg ist, dass Forschende und Organisationen vieler Länder für die Phoenix-Mission zusammengearbeitet haben. Geleitet wurde die Mission von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA. Mit dabei waren außerdem Fachleute aus Kanada, Deutschland, der Schweiz und Dänemark. Das ist nicht selbstverständlich. Denn die Erforschung des Weltraums begann auch aus politischen Machtinteressen. Zum Beispiel wurden die ersten Raumfahrt-Raketen für den Krieg entwickelt. In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg begann ein Wettstreit zwischen dem großen Staatenverbund der Sowjetunion und den USA um die beste Raumfahrt-Technik. Aus dem Zerfall der Sowjetunion 1991 gingen 15 Staaten hervor, darunter der einflussreiche Staat Russland.
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Wissenschaftler/-innen aus Deutschland haben für die Marsmission einen Roboterarm mit einer speziellen Weltraum-Kamera entwickelt. Damit wurden sehr genaue Bilder vom Marsboden gemacht, die Forschende auf der Erde auswerten konnten.
Viele Länder, eine Raumstation
In den Jahren danach haben sich Weltraumorganisationen der USA, Russlands, anderer Länder und Europas angenähert. Zusammen haben sie zu friedlichen Zwecken eine internationale Raumstation gebaut: die ISS (englisch: International Space Station). Sie wurde 1998 in den Weltraum geschickt. Dort forschen und arbeiten sie nun auch gemeinsam.
Gründe für die Weltraum-Erforschung
Ein Grund für die Weltraumforschung ist die Neugier der Menschen auf den Weltraum und darauf, was darin passiert. In der heutigen Zeit wird jedoch auch weiter für kriegerische Zwecke geforscht. Weltraum-Satelliten liefern zum Beispiel auch Informationen zum Standort von Kriegs-Raketen sowie von Soldaten und Soldatinnen.
Außerdem gibt es auch Unternehmen, die den Weltraum aus wirtschaftlichen Interessen erforschen. Sie wollen herausfinden, wie man mit Raumflügen, wertvollen Gesteinen oder der Besiedelung anderer Planeten Geld verdienen kann.