- Offizieller Name:
- Curaçao
- Hauptstadt:
- Willemstad
- Kontinent:
- Südamerika
- Währung:
- Karibischer Gulden
- Sprachen:
- Niederländisch, Papiamentu, Englisch
- Fläche:
- 444 km²
- Einwohner/-innen:
- 158.000
- Nationalfeiertag:
- 10. Oktober (Autonomie von den Niederlanden)
Curaçao (ausgesprochen: Küra-sao) hat sich 2025 zum ersten Mal für eine Fußball-Weltmeisterschaft qualifiziert. Es ist die kleinste Nation, die je in eine WM eingezogen ist. Das Nationalteam aus Curaçao gibt es erst, seitdem Curaçao 2010 ein eigenes Land innerhalb des Königreichs der Niederlande wurde. Davor bildete es zusammen mit weiteren Inseln die niederländischen Antillen. Das Team aus Curaçao löste das Nationalteam der niederländischen Antillen ab.
Die Inseln von Curaçao
Zu Curaçao gehören die Insel Curaçao und die unbewohnte Nebeninsel Klein Curaçao. Die Inseln liegen in der Karibik. Das ist eine Region zwischen Nord- und Südamerika. Geografisch ist Curaçao ein Teil von Südamerika. Politisch wird es manchmal zu Nordamerika gezählt. Die größte Stadt und Hauptstadt ist Willemstad. Hier leben ungefähr 130.000 Menschen. Die Stadt ist bekannt für ihre farbenfrohen Häuser und die großen Balkone.
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Die bunten Häuser in Willemstad sind typisch für die Architektur auf Curaçao.
Eine kurze Geschichte Curaçaos
In Curaçao lebte früher die indigene Gruppe der Arawak. Im Jahr 1499 übernahm Spanien die Herrschaft mit Gewalt. Nach 1634 wurde die Insel zu einer Kolonie der Niederlande. Mit der Herrschaft aus Europa kam auch der Sklavenhandel nach Curaçao. Die Niederländer machten Curaçao zum Zentrum des karibischen Warenhandels und des Handels mit versklavten Menschen vor allem aus afrikanischen Ländern. Viele der heutigen Einwohnerinnen und Einwohner haben deshalb afrikanische und europäische Wurzeln. Vor über 150 Jahren schafften die Niederlande die Sklaverei ab.
Ein Teil des Königreichs der Niederlande
Die Geschichte prägt Curaçao bis heute: Der niederländische König ist das Staatsoberhaupt von Curaçao. Ein Gouverneur oder eine Gouverneurin vertritt ihn vor Ort in Curaçao. Curaçao wird regiert durch einen eigenen Premierminister und einen Ministerrat. Es hat ein eigenes Parlament mit 21 Sitzen, das alle vier Jahre von den Menschen in Curaçao gewählt wird. Das Parlament entscheidet über alle Angelegenheiten, die nur Curaçao betreffen und kontrolliert die Regierung. Es gibt auch Themen, über die in den Niederlanden entschieden wird – ein Vertreter oder eine Vertreterin aus Curaçao ist dann aber dabei. Obwohl Curaçao Teil des Königreichs der Niederlande ist, gehört es nicht zur Europäischen Union.
Sprache und Essen
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Das traditionelle Gericht „keshi yená“ wird auf der Insel besonders gerne gegessen.
Bondia! Kon ta bai? [Guten Morgen! Wie geht es Ihnen?]
Mi ta bon, danki! [Es geht mir gut, danke!]
So könnte ein Gespräch auf Curaçao in der Sprache Papiamentu losgehen. Die Sprache hat spanische, portugiesische, englische, niederländische und afrikanische Einflüsse. Auch weitere Sprachen, zum Beispiel Niederländisch und Englisch, werden auf der Insel gesprochen. Das wichtige traditionelle Gericht „keshi yená“ besteht aus Käse, der mit Fleisch, Gemüse und getrockneten Früchten gefüllt und manchmal in Bananenblättern gekocht wird. International bekannt ist auch der Likör Curaçao mit viel Alkohol. Er wird unter anderem aus getrockneten Orangenschalen gemacht.
Neben Orangenbäumen wachsen viele Kakteen auf Curacao. Das Wetter ist nämlich ziemlich heiß und trocken. Außerdem leben verschiedene Tiere wie Flamingos, Schildkröten, Eidechsen und Haie auf der Insel und im Wasser.
Wichtige Feste
Auf Curaçao gibt es viele verschiedene Feste. Zum Beispiel das Erntefest „Seú“, Karneval und der Königstag. Am Königstag tragen viele Menschen orange Kleidung und feiern draußen zu Musik den Geburtstag des aktuellen niederländischen Königs oder der Königin. Orange ist die Nationalfarbe der Niederlande und des Königshauses. Nationalfeiertag ist der 10. Oktober, an dem die Menschen seit 2010 Curaçaos Status als Land feiern. Zu vielen Festen gehört auch Musik, in der man viele afrikanische Einflüsse hört. Heute ist zum Beispiel der Musikstil Tambú beliebt. Ursprünglich drückten versklavte Menschen damit ihr Leid und ihren Widerstand aus.
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In der Karnevalszeit finden über mehrere Wochen hinweg Paraden und Feste statt.