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Lexikon

Reparationen

von
Übersicht über die nach dem Ersten Weltkrieg verlorengegangenen deutschen Kolonien sowie eine Aufstellung der deutschen Reparationszahlungen in den Jahren 1918-1924 und 1924-1931, wie sie im Versailler Friedensvertrag bestimmt wurden.

In der Karte werden die deutschen Reparationszahlungen in den Jahren 1918-1924 und 1924-1931 aufgeführt, wie sie im Versailler Friedensvertrag bestimmt wurden.

Begriffserklärung

Als "Reparationen" werden Geldzahlungen bezeichnet, die nach einem Krieg von dem Verlierer an die Sieger des Krieges gezahlt werden. Sie sollen eine Wiedergutmachung sein für Schäden, die während des Krieges zugefügt wurden.

Geldzahlungen nach dem Ersten Weltkrieg

In Deutschland denkt man beim Begriff „Reparationen“ vor allem an die Geldzahlungen, die das Deutsche Reich als Verlierer nach dem Ersten Weltkrieg an die Siegermächte zahlen musste. Festgelegt wurde das im Versailler Vertrag. Das Deutsche Reich musste diese Bestimmung des Versailler Friedensvertrages akzeptieren.

Große Probleme durch Reparationen

Zwischen 1919 und 1932 zahlte das Deutsche Reich 25 Milliarden Goldmark an die Siegermächte. Das war damals eine enorm große Summe. Für das Deutsche Reich führten die Reparationszahlungen zu großen Problemen. Die Wirtschaft konnte sich nicht erholen, die Arbeitslosigkeit stieg, viele Menschen lebten in Armut. Die meisten Menschen im Deutschen Reich fanden die Reparationsforderungen unfair und demütigend für ihr Land. Die Feinde der Weimarer Republik nutzten diese Wut aus für ihren Kampf gegen die Republik.

Eure Fragen dazu...

Wissbegierig 28.06.2021

Warum ist D schuldig am 1. Weltkrieg, wenn Östereich/Ungarn - Serbien den Konflikt auslösen.?

Redaktion

Hallo Wissbegierig, oben in unserem Artikel haben wir schon einiges zu dieser Frage geschrieben. Einem Land allein die Schuld zuzuschreiben, war sicherlich nicht gerecht. Der Krieg hatte eine längere Vorgeschichte und es gab viele Faktoren, die dazu geführt haben, dass sich die Krise zuspitzte. Das Deutsche Reich hat allerdings einiges dazu beigetragen, dass im Juli 1914 keiner mehr ernsthaft versuchte, den Krieg zu verhindern. Die besondere Schuld, die dem Deutschen Reich am Ausbruch des Ersten Weltkriegs gegeben wurde, bezieht sich deshalb vor allem darauf, das der deutsche Kaiser Wilhelm II. nach dem Attentat in Sarajevo die Österreicher zu einem rücksichtslosen Vorgehen ermunterte. Er schürte die Gewalt und förderte so den Ausbruch eines Krieges, der vielleicht noch zu verhindern gewesen wäre, wenn man sich um einen Ausgleich bemüht hätte. Die Geschehnisse von 1914 konnte so von den Zeitgenossen als der Höhepunkt einer aggressiven Außenpolitik Deutschlands betrachtet werden. In deinem Geschichtsbuch findest du ganz sicher noch mehr Informationen dazu.

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