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Spezial

Geflüchtete Menschen in Deutschland

Syrische Flüchtlinge erreichen den Dortmunder Hauptbahnhof

Syrische Flüchtlinge erreichen den Dortmunder Hauptbahnhof

Im Sommer 2015 flohen mehr als eine Million Menschen nach Europa. Viele von ihnen flohen aus Syrien vor dem Bürgerkrieg in diesem Land. Sie hatten die Hoffnung auf eine Besserung der Lage verloren. Die Menschen flohen über das Meer oder waren zu Fuß viele Wochen unterwegs. Viele tausend Flüchtlinge kamen auch aus dem Irak, aus Afghanistan, Eritrea und Nigeria. Viele flohen auch vor Armut und wirtschaftlicher Not insbesondere aus dem Kosovo, Albanien und aus Serbien. Viele kamen auch aus Flüchtlingslagern im Libanon oder der Türkei. Sie hatten die Hoffnung aufgegeben, bald in ihre Heimatländer zurückkehren zu können. In Europa hofften sie auf ein Leben in Sicherheit ohne Krieg und Angst. Viele geflüchtete Menschen hatten bereits Angehörige, die in europäischen Ländern wohnten. Sie wollten diese schwierigen Zeiten mit Verwandten durchstehen.

Teenager in Frankfurt am Main begrüßen die Flüchtlinge am Bahnhof mit dem Plakat "Flüchtlinge willkommen".

Teenager in Frankfurt am Main begrüßen die Flüchtlinge am Bahnhof mit dem Plakat "Flüchtlinge willkommen".

Willkommenskultur

Nach Deutschland kamen 2015 etwa 900.000 Flüchtlinge. Sehr viele Menschen haben den Flüchtlingen geholfen. Dafür gab es viele Gründe, wir nennen vier.

  1. In unserer Verfassung steht: Politisch Verfolgte genießen Asylrecht (Artikel 16a Grundgesetz). Deswegen ist es eine Verpflichtung, Menschen, die aus politischen Gründen verfolgt werden, in Deutschland aufzunehmen.
  2. Die Flüchtlinge waren in einer sehr schwierigen Situation, sie brauchten Hilfe und Unterstützung, um menschenwürdig leben zu können. Deutschland ist ein reiches Land. So war es für sehr viele Menschen eine Selbstverständlichkeit, Mitmenschen in Not zu helfen.
  3. Nach dem Zweiten Weltkrieg hat Deutschland selbst von vielen Seiten sehr viel Unterstützung erhalten. Die Menschen haben sich daran erinnert. Hilfe für die Flüchtlinge war eine Möglichkeit, etwas wiederzugeben von dem, was sie selbst in Zeiten der Not erhalten haben.
  4. Viele Deutsche waren nach dem Zweiten Weltkrieg selbst auf der Flucht. Sie haben erlebt und ihren Kindern erzählt, dass man in der Not die Hilfe anderer Menschen braucht.

Kritische Stimmen

Es gab und gibt aber auch kritische Stimmen. Manche Menschen sagten, dass die hohe Zahl der Flüchtlinge in Deutschland das Land überfordere. Sie beklagten die Schwierigkeiten bei der Registrierung der Flüchtlinge und befürchteten Probleme bei der Integration der neu hinzugekommenen Menschen. Manche forderten, die Landesgrenzen für Geflüchtete gänzlich zu schließen. Andere wiederum forderten mehr Entschlossenheit bei der Rückführung von abgewiesenen Flüchtlingen in ihre Heimatländer. Kritisiert wurde zudem, dass es keine Abstimmung mit anderen Staaten der EU gab, um eine faire Verteilung der geflüchteten Menschen auf die Mitgliedsstaaten der EU sicherzustellen.

"Das Boot ist voll" vom Brandenburger Kinderrechte-Filmfestival 2014/15

Flüchtlinge sollen in einer Stadt aufgenommen werden. Eltern sorgen sich um das Wohl ihrer Kinder – doch die lassen sich etwas ganz Besonderes einfallen, um ihre Eltern zum Umdenken zu bewegen. Der Film "Das Boot ist voll" von Schüler/innen wurde beim Brandenburger Kinderrechte-Filmfestival 2014/15 ausgezeichnet. Film ab!

Das Boot ist voll, © kijufi

Integration

In den letzten Jahren wurde viel unternommen, damit das Zusammenleben von geflüchteten und nicht geflüchteten Menschen in Deutschland gelingt. Die Verwaltungen in Bund, Ländern und Gemeinden haben dafür gesorgt, dass die Versorgung der Flüchtlinge sichergestellt ist. Viele Flüchtlinge haben in Sprachkursen Deutsch gelernt, sie haben eine Ausbildung angefangen oder eine Arbeitsstelle angenommen. Die Kinder, die als Flüchtlinge zu uns gekommen sind, gehen in die Schule und lernen andere Kinder kennen.
In der Politik wurden die Abläufe von Asylverfahren beschleunigt. Neue gesetzliche Regelungen wurden beschlossen, damit die Integration noch besser gelingen kann.

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