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Chancengleichheit

von und
Man sieht 100 Meter-Läufer, die am Start alle die gleiche Chance haben zu gewinnen. So soll der Begriff "Chancengleichheit" illustriert werden.

Beim Start zum 100 Meter-Lauf haben alle die gleiche Chance zu gewinnen.

Gleichheit vor dem Gesetz

Vor dem Gesetz, so fordert es unser Grundgesetz, sind alle Bürger und Bürgerinnen gleich. Im Grundgesetz heißt es: Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit. Das gilt unabhängig vom Geschlecht, von der Hautfarbe oder der Religion eines Menschen. Es spielt dabei auch keine Rolle, ob jemand aus einer armen oder reichen Familie stammt, ob er oder sie aus dem Norden oder Süden oder einem anderen Landesteil kommt.

Für alle die gleichen Chancen

Alle Bürger sollen deshalb die gleichen Chancen bekommen, möglichst viel aus ihrem Leben zu machen. Kinder und Jugendliche sollen in der Schule und der Ausbildung die gleichen Bildungsmöglichkeiten erhalten, um später einen Beruf zu finden. Sie sollen so gefördert werden, wie sie es von ihren persönlichen Voraussetzungen her benötigen. Die Forderung von gleichen Chancen bedeutet auch, dass Kinder und Jugendliche, deren Eltern nicht viel verdienen, dadurch keine Nachteile haben sollen.

Es gibt noch viel zu tun

Leider gibt es noch nicht überall echte Chancengleichheit. Häufig hängt der Schulerfolg von Kindern auch mit der Situation in ihrem Elternhaus zusammen. Manche Menschen haben bessere Chancen im Leben als andere, weil sie wichtige und einflussreiche Personen kennen, die ihnen helfen. In vielen Bereichen bemühen sich Politikerinnen und Politiker darum, dass Chancengleichheit verwirklicht wird.

Eine sehr alte Forderung

Chancengleichheit wurde bereits in der Aufklärung am Ende des 17. Jahrhunderts gefordert. Sie findet sich in der Allgemeinen Erklärung der UNO und den Grundrechtstexten der Verfassungen der westlichen Demokratien.

Eure Fragen dazu...

ItsAlpha 23.11.2020

Ich bin schwul. Und alle mobben mich, was soll ich tun?

Redaktion

Hallo ItsAlpha, es ist schlimm, dass du wegen deiner sexuellen Orientierung gemobbt wirst. Jeder Mensch hat das Recht, so angenommen und respektiert zu werden, wie er ist. Dazu gehört auch seine sexuelle Orientierung. Wir empfehlen dir, dass du dich mit einem Erwachsenen, dem du vertraust, besprichst und ihn um Rat fragst, wie du mit dem Mobbing umgehen kannst. Vielleicht hast du auch einen Lehrer oder eine Lehrerin, mit dem oder der du darüber sprechen kannst und wo du Hilfe bekommen kannst. Wir können dir auch empfehlen, bei der Nummer gegen Kummer anzurufen, kostenfrei uns anonym, Tel. Nr. 116111. Dort sind geschulte Erwachsene, mit denen du sprechen kannst und die einen Rat geben können.

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