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Senegal

Dakar
Worldmap

Offizieller Name:
Republik Senegal
Hauptstadt:
Dakar
Kontinent:
Währung:
CFA-Franc
Sprachen:
Französisch, Wolof
Fläche:
196.722
Einwohner:
16,3 Millionen
Nationalfeiertag:
4. April, Unabhängigkeitstag

Der Senegal liegt an der Westküste des afrikanischen Kontinents. Seinen Namen hat das Land vom Fluss Senegal. Es handelt sich dabei um den wichtigsten Fluss des Landes. Nachbarländer sind Mauretanien, Mali, Guinea und Guinea-Bissau. Mitten im Senegal liegt ein weiterer eigenständiger Staat: Gambia. Im Westen grenzt der Senegal an den Atlantischen Ozean.

Fischer im Kanu vor der Sklaveninsel Gorée.  Auf der Insel Gorée verkauften Europäer bis Mitte des 19 Jahrhunderts Sklaven nach Amerika .

Die ehemalige Sklaveninsel Gorée wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.

Demokratisches Land

Der Sklavenhandel gehört zur Geschichte des Senegals. Auf der kleinen senegalesischen Insel Gorée verkauften die europäischen Kolonialmächte jahrhundertelang viele Afrikanerinnen und Afrikaner als Sklaven. Die Sklaven wurden zum Arbeiten nach Amerika gebracht. 1895 wurde der Senegal zu einer französischen Kolonie. 1960 wurde das Land unabhängig.
Senegal ist eine Präsidialdemokratie, Das heißt, dass ein Präsident an der Spitze des Staates steht und der Staat demokratisch organisiert ist. Das Ziel der Regierung ist es, die wirtschaftliche und soziale Lage zu verbessern. Die Menschen im Senegal stammen aus vielen verschiedenen Ländern. Entsprechend viele Sprachen gibt es in dem Land. Offizielle Amtssprache ist Französisch. Die meisten Einwohner sind Muslime.

Fische und Erdnüsse
Marktverkäuferin in Senegals Hauptstadt Dakar.

Marktverkäuferin in Senegals Hauptstadt Dakar.

Senegal gilt als ein Entwicklungsland. Im Vergleich zu den Nachbarländern ist es aber gut entwickelt. Wichtige Wirtschaftsbereiche sind Landwirtschaft, die Fischerei und der Bausektor. Trotzdem sind viele Menschen im Senegal sehr arm. Viele Bauern pflanzen Erdnüsse an. Daraus wird Öl gepresst, das ins Ausland verkauft wird. Erdnüsse essen die Senegalesen selbst auch sehr gern, ebenso wie Fisch, Kartoffeln, Reis oder Gemüse. Eine Spezialität ist leckere Erdnusssoße.

Der rosa See
Arbeiter bei der Salzgewinnung am Lake Retba im Senegal.

Arbeiter bei der Salzgewinnung am Lake Retba im Senegal.

Eine besondere Attraktion ist der Salzsee „Lac Retba“: Er sieht rosa aus. Die Farbe kommt von den Kleinstlebewesen im Wasser. Der Lac Retba gehört zum UNESCO-Welterbe. Er ist wichtig für die Salzgewinnung des Landes und natürlich ist er auch ein beliebtes Reiseziel für Urlauber.
Die Tier- und Pflanzenwelt Senegals ist bunt und vielfältig. Wer einmal Löwen, Affen, Antilopen, Warzenschweine, Flusspferde oder Krokodile sehen möchte, ist hier richtig. Der Djoudj Vogelpark ist ein Paradies für Pelikane, Störche und Reiher. Im Winter tummeln sich dort europäische Sing- und Wasservögel – das sind Zugvögel, die vor der Kälte geflohen sind.

Flucht in die Städte

Erst ab Mitte des letzten Jahrhunderts entstanden im Senegal größere Städte. Heute verlassen viele Menschen die ländlichen Regionen, denn sie hoffen, in den Städten Arbeit zu finden und besser leben zu können. Diese sogenannte Landflucht stellt das Land vor große Probleme, weil die Menschen nicht ausreichend Arbeit in den Städten finden.
Moderne Techniken wie Mobiltelefone gehören für viele Senegalesen zum Alltag. Leidenschaftlich gerne tanzen und musizieren die Menschen. Neben traditioneller afrikanischer Musik gibt es auch Rap und Hip-Hop. Die überwiegend jungen Künstlerinnen und Künstler sprechen in ihren Texten aktuelle Probleme an.

Baguette in Afrika

Das traditionelle Essen ist Brei aus Hirse oder dem Getreide Sorghum. Hülsenfrüchte, Süßkartoffeln, Karotten, Yams oder Auberginen ergänzen die Gerichte. Fleisch ist teuer und wird von den meisten Menschen nur zu Festtagen gegessen. Von den Franzosen haben die Senegalesen das Backen von Baguette (längliche Weißbrote) übernommen. Beim Essen sitzt die ganze Familie traditionellerweise auf dem Boden um einen großen Topf herum. Gegessen wird mit den Fingern, in vielen modernen Familien auch mit einem Löffel. Frauen und Kinder speisen in großen Familien von den Männern getrennt.

Ringen und Fußball

Im Senegal dominieren zwei Sportarten: Das senegalische Ringen geht auf kriegerische Auseinandersetzungen zurück, war aber auch Bestandteil von religiösen rituellen Handlungen. Heute ist es ein Nationalsport. Die zweite wichtige Sportart ist Fußball. Frauen dürfen in dem Land offiziell übrigens erst seit 1930 Sport treiben.

Pelikane im Djoudj National Park im Senegal,

Pelikane im Djoudj National Park im Senegal,

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