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Lexikon

Schwarzmarkt

von und
Schwarzmarkt in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg.

Ein Schwarzmarkt in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg.

Zu wenig Güter zum Leben

In Krisenzeiten, zum Beispiel nach Kriegen, leben die Menschen oft in sehr schwierigen Verhältnissen. Da vieles zerstört ist, gibt es wenig zu kaufen und kaum etwas zu essen. Daher muss der Staat dieses Wenige, zum Beispiel Lebensmittel und Heizmaterial, genau einteilen (man sagt „rationieren“), damit jede Familie etwas bekommt. Es werden sogenannte Lebensmittelkarten ausgegeben, aber es reicht trotzdem nicht für alle. So war das in Deutschland nach den Weltkriegen des letzten Jahrhunderts.

In den Geschäften gab es in der Nachkriegszeit nur wenig zu kaufen. Deshalb blühte der Handel auf dem Schwarzmarkt.

Zwei Jungen machen heimlich Geschäfte auf dem Schwarzmarkt.

Damals: Handeln im Dunkeln zum Überleben

In dieser Situation versuchten die Menschen, durch verbotenen Tauschhandel, zum Beispiel von Wertgegenständen gegen Lebensmittel, zu überleben. Händler, welche die Notlage anderer ausnutzten, verlangten viel zu hohe Preise für die seltenen Güter, die sie sich teilweise auf ungesetzlichem Wege beschafft hatten. Solche Geschäfte wurden bestraft. Sie konnten nur geheim, sozusagen im Dunkeln gemacht werden. Nach dem Ersten Weltkrieg entstand für diese Art des illegalen Tauschens und Handelns der Begriff "Schwarzmarkt".

Heute: Überhöhte Preise für begehrte Sachen

Heute, da fast alles in Geschäften zu bekommen ist, gibt es kaum noch einen Schwarzmarkt. Wenn aber zum Beispiel Pop-Konzerte oder Fußballspiele ausverkauft sind, werden Eintrittskarten häufig auf dem Schwarzmarkt zu überhöhten Preisen angeboten.

Eure Fragen dazu...

Trotzer 17.09.2021

Warum wurde der tausch zwischen armen und reichen gedultet?

Redaktion

Hallo Trotzer, du meinst sicher den Handel mit Waren aller Art auf dem Schwarzmarkt in der Zeit unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Auf dem Schwarzmarkt hat man getauscht, auch Dinge zu überhöhten Preisen verkauft, um in der Not wenigstens das Nötigste zum (Über-)Leben zu haben. Das konnten Lebensmittel sein, aber auch Medizin und andere Waren, die es in den Läden einfach nicht gab in dieser Zeit. Profitiert haben die Wenigen, die etwas anzubieten hatten, Ost auf Kosten der sozialen Fairness. Eine funktionierende Verwaltung oder Polizei gab es damals nicht, und die alliierten Besatzungsbehörden haben einiges durchgehen lassen, weil sie die Not der Menschen kannten. Aber es gab auch Ausnahmen, wenn Kriminelle auf dem Schwarzmarkt ihre Geschäfte zu Lasten der Bedürftigen machten. Kennst du den Film "Der dritte Mann" (mit Orson Welles)? Ein Klassiker (und klasse dazu!) Da geht es um einen ganz besonderen Schwarzmarkt in Wien nach dem Krieg. Schau doch auch noch einmal auf diese Seite des Deutschen Historischen Museums, da findest du auch Berichte aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg.

Herbert 22.06.2021

Was ist der schwarz Markt?

Redaktion

Hallo Herbert, lies mal bitte den Text oben und unsere Antworten zu den FAQ. Da haben wir erklärt, woher der Begriff kommt und was damit gemeint ist.

BlaBla Unicorn 22.01.2021

warum heißt es SCHWARZ-markt und nicht lila-markt ?

Redaktion

Hallo BlaBla Unicorn, der Schwarzmarkt heißt so, weil man die Geschäfte im Dunkeln macht, damit niemand sie sieht. Lila ist zwar eine schöne Farbe, macht aber wenig Sinn, oder?

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