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Lexikon

Ostblock

von
Sowjetische Truppen 1968 in Prag. Die Sowjetunion wollte mit Gewalt verhindern, dass die Tschechoslowakei sich politisch freier entwickelte.

Sowjetische Panzer in Prag während des Aufstandes in der Tschechoslowakei im Frühling 1968.

Machtpolitik nach dem Zweiten Weltkrieg

Nach dem Zweiten Weltkrieg standen sich zwei Machtblöcke feindlich gegenüber. Das waren auf der einen Seite die westlichen demokratischen Staaten, von denen die USA der mächtigste Staat war. Auf der anderen Seite waren es die sozialistischen und kommunistischen Staaten in Osteuropa und in Teilen Asiens unter Führung der Sowjetunion. Diese beiden Blöcke bestimmten die Weltpolitik.

Im Einflussbereich der Sowjetunion

Vom Westen wurden die östlichen Staaten als „Ostblock“ bezeichnet. Der Begriff brachte zum Ausdruck, dass die osteuropäischen Länder von der Sowjetunion beherrscht wurden und keine eigene Politik machen konnten. Die Staaten im Osten arbeiteten politisch und wirtschaftlich eng zusammen. Ein gemeinsamer Wirtschaftsrat und das Militärbündnis des Warschauer Pakts sorgten für eine einheitliche Politik unter Führung der Sowjetunion.

Gewaltsame Unterdrückung von Widerstand

Widerstände gegen die Politik der Kommunistischen Partei oder gegen den Einfluss der Sowjetunion wurden gewaltsam unterdrückt. Die sowjetischen Truppen wurden in vielen Ländern des Ostblocks stationiert, um den Führungsanspruch der Sowjetunion deutlich zu machen.

Ende des Ostblocks

Mit dem Fall der Berliner Mauer 1989 und den friedlichen Revolutionen in Polen, der DDR, Ungarn und der Tschechoslowakei fiel der Ostblock nach 1990 auseinander. Heute sind viele ehemalige Ostblock-Länder Mitglieder der Europäischen Union.

Eure Fragen dazu...

Lucas 20.04.2021

Servus , ich hab da mal eine Frage bezüglich der Reformen im Ostblock. Wie hat das alles genau angefangen, ich bräuchte die Info für meinen Aufsatz in Geschichte.

Redaktion

Hallo Lucas , du meinst wahrscheinlich die Reformpolitik, die 1985 mit dem neuen Generalsekretär der KPdSU Michail Gorbatschow einsetzte. Gorbatschow forderte Glasnost (Offenheit) und Perestroika (Umgestaltung) für die Sowjetunion. Diese Öffnungspolitik griff schnell auch auf andere Länder des Ostblocks über. Lies dazu doch einmal unseren Kalendereintrag über diesen wichtigen Politiker, der vor wenigen Wochen 90 Jahre alt wurde, hier im Kalender von Hanisauland.

CRYMSON 15.04.2021

ich habe leider nichts zum Thema "Aus welchen Ländern besteht der Ostblock" gefunden....könnte ich darauf Antworten bekommen?

Redaktion

Hallo CRYMSON , die Führungsmacht des Ostblocks war die Sowjetunion. Dazu kamen zahlreiche Länder in Osteuropa, darunter die DDR, Polen, die Tschechoslowakei, Ungarn, Rumänien und Bulgarien.

Julia 12.02.2021

Welche europäischen Länder gehörten nach dem 2. Weltkrieg zum Ostblock?

Redaktion

Hallo Julia, neben der Sowjetunion, die die Führung in der sozialistischen Welt für sich beanspruchte und mit Gewalt durchsetzte, gehörten praktisch alle Länder Nordosteuropas und Osteuropas zum so genannten Ostblock. Auch die DDR war Teil dieser Staatengruppe.

lennyboy 07.12.2020

ich habe leider nichts über Ungarn nach dem 2. Weltkrieg gefunden
Wäre freundlich wenn ich von euch ein paar Infos bekommen würde

Redaktion

Hallo lennyboy, Ungarn geriet nach dem Zweiten Weltkrieg unter den Einfluss der kommunistischen Sowjetunion. Diese setzte mit Zwang durch, dass in Ungarn eine sozialistische Regierung an die Macht kam. Im so genannten Ostblock, der aus den von der Sowjetunion kontrollierten Staaten Osteuropas und der Sowjetunion bestand, kam Ungarn eine besondere Rolle zu. Es hatte eine lange Grenze zum neutralen Österreich, die für geheime diplomatische Kontakte genutzt wurde. Aber Ungarn galt darum auch immer als ein "unsicheres" Land aus Sicht der Machthaber in der Sowjetunion. 1956 gab es einen Aufstand in Ungarn, der sich gegen die Unterdrückung der Menschen richtete. Dieser Aufstand wurde von den angrenzenden sozialistischen Staaten mit Gewalt niedergeschlagen, viele der Führer des Aufstandes landeten in Konzentrationslagern oder wurden getötet. Danach bildete sich in Ungarn eine etwas liberalere Form des Sozialismus heraus. Anders als in der DDR konnten die Menschen beispielsweise mit Einschränkungen in den Westen reisen. Trotzdem blieb das Land ein diktatorisch regierter Staat. Als Ende der 1980er Jahre die Macht der Sowjetunion bröckelte, gehörten die Ungarn zu den ersten Nationen, die sich ihre Freiheit erkämpften. Für das Ende der SED-Herrschaft in der DDR spielten die neu gewonnenen Freiheiten der Ungarn eine große Rolle. Nach 1989 hat sich Ungarn schnell als demokratischer Staat etabliert und ist dann auch bald der EU beigetreten.

Die Lexikon-Redaktion von HanisauLand macht Ferien. Deswegen können wir eure Fragen zur Zeit nicht beantworten. Ab 2. August sind wir wieder für euch da. Wir wünschen euch schöne Ferien! Viele Grüße von der HanisauLand-Lexikon-Redaktion!