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Lexikon

Gericht

von und
In einer Illustration wird eine Gerichtsverhandlung dargestellt. An einer Seite des Raumes sitzt hinter einem Tisch ein Richter, vor ihm auf der rechten Seite an einem Tisch Angeklagter und Verteidiger, neben der Tür steht die Gerichtsdienerin, gegenüber vom Richter sitzt das Publikum, davor steht der leere Zeugenplatz. Rechts vom Richter sitzt die Staatsanwältin.

Ein Schaden ist entstanden

Wenn mich jemand betrügt oder beleidigt oder mir auf andere Weise Schaden zufügt, kann ich diese Person bei einem Gericht verklagen und z.B. Schadensersatz fordern. Es kann auch sein, dass die Tat so schwerwiegend ist, dass der Staat (vertreten durch einen Staatsanwalt) Anklage erhebt. Kommt es zu einem Gerichtsverfahren, prüfen Richter und Richterinnen genau, was eigentlich passiert ist. Sie hören dazu alle Beteiligten an, eventuell auch Zeugen, und fällen dann ein Urteil.

Im Zweifel für den Angeklagten

Grundsätzlich gilt, dass jemand nur dann verurteilt werden darf, wenn seine Schuld eindeutig bewiesen werden kann. Wenn das nicht der Fall ist, muss der Angeklagte freigesprochen werden. Dabei gilt der Grundsatz: Im Zweifel für den Angeklagten.

Richter und Schöffen
Wenn dem Angeklagten ein Verbrechen zum Beispiel ein schwerer Raub oder sogar die Tötung eines Menschen vorgeworfen werden, dann besteht das Strafgericht aus Richtern und „Schöffen“.


Verschiedene Gerichte
In Deutschland gibt es unterschiedliche Gerichte. Amtsgerichte, Landgerichte, Oberlandesgerichte und Bundesgerichte. Die Fälle von geringerer Bedeutung, werden meistens vor dem Amtsgericht verhandelt.
Noch eine ganz andere Bedeutung von "Gericht"

Das Wort "Gericht" hat noch eine zweite, völlig andere Bedeutung, die ihr natürlich alle kennt. Schließlich hat jeder ein Lieblingsgericht, oder?

Eure Fragen dazu...

Malte 23.02.2021

Was macht genau die Gerichtsdienerin im Gericht ?

Redaktion

Hallo Malte, Angestellte bei Gerichten sind unter anderem für die Eröffnung der Gerichtssitzung, für die Führung des Protokolls der Verhandlung oder für die Gewährleistung der Sicherheit bei einer Gerichtsverhandlung zuständig. Der Begriff "Gerichtsdiener" ist heute nicht mehr üblich. Die unterschiedlichen Tätigkeiten werden von einzelnen Berufsgruppen ausgeübt, die am Gericht angestellt sind.

Anonym :) 23.02.2021

Wie alt muss man sein um Richter zu werden ?

Redaktion

Hallo Anonym :), für Richter an Amtsgerichten oder Landesgerichten gibt es kein Mindestalter. Da man für diese Aufgaben ein Jurastudium absolviert haben muss, das einige Jahre dauert, gibt es ohnehin keine ganz jungen Richterinnen und Richter. Für bestimmte herausgehobene Richterstellen gibt es eigene Altersvorschriften. Beispielsweise muss man das 35. Lebensjahr vollendet haben, um Richter/in am Bundesgerichtshof zu werden, für einen Richterposten am Bundesverfassungsgericht muss man sogar 40 Jahre alt sein.

sebastian 23.02.2021

welche aufgabe hat der angeklagter?

Redaktion

Hallo sebastian, bei einem Gerichtsverfahren heißt der Beschuldigte vor Gericht "Angeklagter". Im Gerichtsverfahren geht es darum, seine Schuld zu beweisen oder seine Unschuld festzustellen. Wenn er schuldig ist, wird er zu einer Strafe verurteilt.

Elias 28.01.2021

Also jeder der älter als 25 ist kann als Schöffen werden aber wie bewirbt/ kommt man dazu?

Redaktion

Hallo Elias, Schöff/innen werden von einer Gemeinde für fünf Jahre gewählt. Juristische Kenntnisse sind für das Schöffenamt nicht erforderlich. Voraussetzung für das Ehrenamt ist, dass man zwischen 25 und 70 Jahre alt und deutscher Staatsbürger ist. Lies dazu doch mal unseren Artikel "Schöffe / Schöffin" hier im Lexikon von Hanisauland.

paula 02.12.2014

was sind Schöffen genau?

Redaktion

Hallo paula, jeder interessierte Bürger kann sich bei seiner Gemeindeverwaltung als Schöffe oder als Schöffin bewerben, wenn er oder sie mindestens 25 Jahre alt ist und die deutsche Staatsbürgerschaft hat. Schöffen sind ehrenamtliche Richter, die in einer Reihe von Gerichtsverfahren zum Einsatz kommen. Sie kommen aus ganz unterschiedlichen Berufen. Bestimmte Berufsgruppen, wie zum Beispiel Polizisten, Pfarrer und politische Beamte können allerdings nicht zum Schöffen ernannt werden. Hier findest du weitere Informationen.

Auch im HanisauLand machen wir am Wochenende Pause.
Nächste Woche könnt ihr hier wieder eure Fragen stellen!