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Lexikon

Feudalismus

von und
Leibeigene liefern Abgaben an ihren Herren: vier Personen bringen Schlachtvieh und andere Dinge.

Leibeigene liefern die Produkte der landwirtschaftlichen Arbeit bei ihrem Herren ab. Im Feudalismus waren Pflichten und Rechte der unterschiedlichen Gesellschaftsgruppen genau geregelt.

Ordnungssystem im Mittelalter

Der Feudalismus war die gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Ordnung West- und Mitteleuropas seit dem Mittelalter (ungefähr ab dem 10. Jahrhundert). Der Monarch (das war der Kaiser oder der König), der Adel und die Kirche bildeten die führende Schicht. Sie waren die Grundbesitzer, ihnen gehörten die Ländereien. Sie gaben das Land (die "Lehen") und bestimmte Rechte an Untertanen für treue Dienste weiter.

Vasallen und Lehen

Die Untertanen, die die Lehen erhielten, nannte man "Vasallen". Sie durften als Grundherren das Land nutzen und mussten dafür dem König ergeben sein. Zum Beispiel mussten sie bereit sein, mit dem Feudalherrn (dem Lehnsherrn) in den Krieg zu ziehen. Den Grundherren wiederum waren die Bauern untertan. Sie bestellten das Land und schuldeten dafür dem Grundherren Abgaben (die "Fron"). Als Gegenleistung versprachen die Feudalherren, sie vor Gefahren zu schützen.

Veränderungen durch die Aufklärung

Im Zeitalter der Aufklärung im 18. Jahrhundert verlor der Feudalismus an Bedeutung. Mit der Französischen Revolution 1789 und der Industrialisierung im 19. Jahrhundert setzten sich nach und nach neue Herrschaftsformen durch.

Herkunft des Wortes

Der Begriff "Feudalismus" kommt vom lateinischen Begriff "feudum" und heißt abgeleitet "Lehngut".

Eure Fragen dazu...

Willem 06.09.2021

Kann man den Great Reset als Neofeudalismus bezeichneten?

Redaktion

Hallo Willem, als "Great Reset" (auf deutsch etwa: Großer Neustart) wird eine Initiative bezeichnet, die eine nachhaltigere Form des Kapitalismus anstrebt. Die aktuelle Corona-Pandemie sehen die Initiatoren als Chance, diese neue Form der Wirtschaft in Gang zu bringen. Vorgestellt wurde das Konzept auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos, wo jedes Jahr viele wichtige Politiker/innen, Wirtschaftsführer/innen und Wirtschaftsfachleute zusammenkommen. Der Feudalismus war ein System der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Organisation im Mittelalter und der Neuzeit bis etwa 1800. Was es genau bedeutet, kannst du in unserem Lexikon unter dem Stichwort "Feudalismus" nachlesen. Mit einem marktwirtschaftlichen System, wie es heute auf der Erde vorherrschend ist, hat dieses historische System wenig Gemeinsamkeiten.

Hellin 26.05.2021

c) Welche Auswirkungen hatte Das mittelalterliche Feudalsystem auf der Gesellschaft?

Redaktion

Hallo Hellin, eure Hausaufgaben können und wollen wir hier nicht machen. Aber es freut uns, dass du offenbar Aufgabe a( und b) schon lösen konntest... Trotzdem hier einige Stichworte, die für deine eigenen Überlegungen hilfreich sein können: Der Feudalismus war ein gesellschaftliches und wirtschaftliches System, das auf unmittelbaren Austauschbeziehungen zwischen den Menschen beruhte. Die das Land besitzenden Feudalherren versprachen ihren Untertanen Schutz und Sicherheit, dafür mussten diese für sie arbeiten und den Großteil des Ertrags ihrer Arbeit den Feudalherren zur Verfügung stellen. Der Feudalismus gliederte damit zugleich die Gesellschaft in unterschiedliche Stände. Aus diesen Ständen konnten die Menschen jener Zeit kaum ausbrechen. In deinem Geschichtsbuch findest du sicher weitere Informationen zur Zeit des Mittelalters.

bla bla 11.02.2021

Was ist lehenswesen

Redaktion

Hallo bla bla , das Wirtschafts- und Sozialsystem des Mittelalters und der Zeit bis 1800, der Feudalismus, wird manchmal auch als "Lehnswesen" bezeichnet. Unter "Lehen" versteht man, dass jemand ein bestimmtes Gut, also zum Beispiel ein Stück Land, nutzen darf. Dem Lehnsherrn gehörte das Lehen und er vergab es an einen sogenannten Vasallen, meistens einen Bauern. Dieser Bauer konnte das Lehen, also das Stück Land, dann nutzen und darauf etwas anbauen. Er ging aber gleichzeitig auch eine Treueverpflichtung mit dem Lehnsherrn ein. Das bedeutete, dass er einen Teil der Ernte abgeben musste, Kopfsteuern zu zahlen hatte und verschiedene Dienste am Hof des Grundherren ableisten musste.

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