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SOS-Kinderdorf

von und
Kinder in einem SOS-Kinderdorf in Südafrika. Das Dorf beherbergt 110 Kinder, die in 15 Familienhäusern leben und von Schwarzen und Weißen Dorfmüttern betreut werden.

Kinder in einem SOS-Kinderdorf in Südafrika.

Ein Zuhause für Kinder

Es gab und gibt in der Welt viele Kinder, deren Eltern nicht mehr leben oder die ihre Heimat verloren haben. Der Österreicher Hermann Gmeiner überlegte nach dem Zweiten Weltkrieg, wie man den vielen Kindern, die im Krieg zu Waisen geworden waren, helfen könnte. Er kam auf die Idee, den Kindern ein neues Zuhause zu geben. Sie sollten, ähnlich wie in einer Familie, in kleinen Gruppen zusammenleben können. Im Jahr 1949 wurde das erste SOS-Kinderdorf gegründet.

Leben im SOS-Kinderdorf

Jede "Familie" in einem solchen Dorf hat ein eigenes Haus. Dort wohnen fünf bis sechs Kinder vom Säuglingsalter bis zu etwa zehn Jahren und werden von einer „Kinderdorfmutter“ betreut. Auch ältere Kinder können aufgenommen werden, wenn eine jüngere Schwester oder ein jüngerer Bruder von ihnen in der Kinderdorffamilie lebt. Denn es gilt der Grundsatz, dass Geschwister immer in derselben Familie aufwachsen sollen. Zehn bis zwölf Häuser gibt es in einem typischen Kinderdorf. Zurzeit leben ungefähr tausend Kinder in 14 deutschen Kinderdörfern.

Weltweit verbreitet

Die Idee von Hermann Gmeiner ist inzwischen in der ganzen Welt verbreitet. In über 130 Ländern gibt es SOS-Kinderdörfer, in denen mehr als 55.000 Kinder und Jugendliche betreut werden. Sie können in SOS-Hermann-Gmeiner-Schulen und SOS-Kindergärten gehen oder in SOS-Berufsausbildungszentren einen Beruf erlernen. Das alles ist nur möglich, weil ungefähr 6,5 Millionen Menschen in aller Welt die Kinderdörfer mit Spenden und Patenschaften unterstützen.

Eure Fragen dazu...

Geisterjäger 12.05.2021

Em wiso gibt es Kriege und wiso wollen die Eltern die Kinder 👦👧🏼nicht 🤷🏽‍♀️Und was mich noch interessiert
ist woher Wiesen sie das eigentlich mich interessiert das Thema nämlich auch.Em und sind die Kinder 👧🏼👦
sehr traurig 😢 wenn sie da sind und wie spendet man.

Redaktion

Hallo Geisterjäger, deine erste Frage ist, wieso es Kriege gibt. Das ist eine schwierige Frage. Es gibt Staaten, die mit anderen Staaten Streit haben. Sie wollen das Land besitzen, das zu anderen Staaten gehört, weil sie es dort vielleicht Rohstoffe gibt, die sie haben wollen. Vielleicht wollen sie auch, dass die Menschen, die in dem anderen Staat leben, zu ihrem eigenen Staat "gehören" sollen. Und wenn solche Streitereien nicht mit Verhandlungen gelöst werden können, dann kann es zu einem Krieg kommen. Und dann willst du wahrscheinlich noch etwas zu den Kinderdörfern wissen. Es kann sein, dass Eltern nicht für ihre eigenen Kinder sorgen können. Vielleicht sind sie krank oder haben andere Probleme, manchmal sind die Eltern auch gestorben. Dann ist es gut, dass andere Menschen für die Kinder sorgen, sie übernehmen dann die Verantwortung, weil die eigenen Eltern das nicht können. Manche Kinder sind vielleicht traurig, dass sie nicht bei ihren Eltern wohnen können. Aber das bedeutet nicht, dass sie nicht auch im Kinderdorf glücklich sind. Die Erwachsenen in den Kinderdörfern kümmern sich ja liebevoll um die Kinder und sie versuchen ihnen, Geborgenheit zu geben und sie auch zu trösten, wenn sie traurig sind. Das tun die eigenen Eltern ja auch manchmal. Und wenn dann die Kinder wieder mit ihren Freunden spielen können und mit ihren Kinderdorf-Eltern etwas Schönes unternehmen, kann es auch wieder so werden, dass die Kinder sich wohl fühlen. Du willst jetzt noch wissen, woher wir das wissen. Wir lesen viel, informieren uns und sehen Berichte an, wie das Leben in Kinderdörfern für die Kinder ist. Es gibt die Möglichkeit, für Kinderdörfer zu spenden. Am besten sprichst du darüber mal mit deinen Eltern und ihr überlegt, was ihr machen wollt.

samuu 20.11.2020

wieso gibt es diese website?

Redaktion

Hallo samuu, auf der Website erklären wir Kindern, was Politik ist, wie sie funktioniert. Denn es ist wichtig, dass ihr politische Fragen kennenlernt, euch selbst mit manchen Spielregeln in unserem Staat vertraut macht und dann euch eure Meinungen bilden könnt.

Auch im HanisauLand machen wir am Wochenende Pause.
Nächste Woche könnt ihr hier wieder eure Fragen stellen!

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