- Offizieller Name:
- Staat Israel
- Hauptstadt:
- Jerusalem (international nicht anerkannt)
- Kontinent:
- Asien
- Währung:
- Neuer Israelischer Shekel
- Sprachen:
- Hebräisch, Arabisch, Englisch (Handelssprache)
- Fläche:
- 20.766 km²
- Einwohner/-innen:
- 10,2 Millionen
- Nationalfeiertag:
- Tag der Unabhängigkeit (wechselt jährlich das Datum, da nach dem jüdischem Kalender gefeiert wird)
Israel ist ein kleines Land in Vorderasien und grenzt im Westen an das Mittelmeer. Nachbarländer sind Libanon, Syrien, Jordanien und Ägypten. Seinen Namen hat Israel von Jakob, einem der biblischen Stammväter der Jüdinnen und Juden, dessen Beiname „Israel“ war. Schon vor Jahrtausenden besiedelten Menschen unterschiedlicher Herkunft das Gebiet des heutigen Israels. Es hat deshalb in den verschiedenen Religionen Judentum, Christentum und Islam eine besondere geschichtliche und religiöse Bedeutung.
Bild vergrößern © picture alliance/robertharding
Skyline eines Stadtviertels von Tel Aviv in Israel, im Vordergrund das Mittelmeer.
Die Gründung des Staates Israel
Der Staat Israel wurde am 14. Mai 1948 ausgerufen. Die Idee, einen modernen jüdischen Staat zu gründen, entstand schon vorher. Sie war auch eine Reaktion darauf, dass Ende des 19. Jahrhunderts die Verfolgungen von Jüdinnen und Juden in Europa zunahmen. Damals wanderten viele Jüdinnen und Juden in das Gebiet des heutigen Israels aus. Das führte zu Spannungen mit der Bevölkerung, bestehend aus vor allem arabischen Musliminnen und Muslimen, Christinnen und Christen.
Während des Holocaust im Zweiten Weltkrieg töteten die Nationalsozialisten etwa sechs Millionen Jüdinnen und Juden. Viele Überlebende flohen in das Gebiet Palästina. 1947 beschlossen die Vereinten Nationen, Palästina zu teilen: Jüdinnen und Juden und die arabische Bevölkerung sollten jeweils in einem eigenen Staat leben. In der Folge gab es in der Region viele Auseinandersetzungen und Kriege. Bisher ist es nicht gelungen, die Konflikte durch Verhandlungen zu lösen.
Bild vergrößern © Stefan Eling
Die Karte zeigt Israel und die palästinensischen Gebiete (hell gestreift). Dazu gehören der Gazastreifen und das Westjordanland sowie Ost-Jerusalem. Die Golanhöhen (dunkel gestreift) sind seit 1967 von Israel besetzt. Völkerrechtlich gehören sie zu Syrien.
Deine Fragen zum Nahostkonflikt beantwortet dir die HanisauLand-Redaktion im Lexikon. In dem Lexikon-Artikel findest du ausführliche Infos zur Geschichte des Konflikts und des Gebiets.
„Knesset“ heißt das Parlament
Israel ist eine Demokratie. Staatspräsident/-in und Premierminister/-in sind die wichtigsten politischen Ämter im Staat. Das Parlament heißt Knesset, alle vier Jahre finden Parlamentswahlen statt. Die offizielle Hauptstadt und der Regierungssitz des Landes ist Jerusalem. Doch viele Staaten erkennen Jerusalem als Hauptstadt Israels nicht an. Dies hat mit der besonderen Rolle der Stadt zu tun, die sie im Nahostkonflikt spielt. Deshalb befinden sich die meisten ausländischen Botschaften in Tel Aviv.
Jüdisches Leben
Bild vergrößern © picture alliance / dpa
Menschen stehen in Jerusalem vor der Klagemauer.
Israel versteht sich als jüdischer Staat. Heute sind etwa drei von vier Einwohnerinnen und Einwohnern Juden. Im Prinzip hat jede Jüdin und jeder Jude auf der ganzen Welt das Recht, nach Israel zu kommen und dort zu leben. Der Alltag in Israel ist durch die jüdische Religion geprägt. Am Sabbat (auch: Schabbat), der von Freitagabend bis Samstagabend dauert, arbeiten die meisten nicht. Viele der Geschäfte sind geschlossen. Die Arbeitswoche beginnt in Israel mit dem Sonntag. Viele Regeln, die in Israel gelten, haben religiöse Wurzeln.
Wenige Rohstoffe und Wassermangel
Israel ist ein technologisch hoch entwickeltes Land. Für Bildung, Forschung und Wissenschaft wird – mit großem Erfolg - viel Geld ausgegeben. Die meisten Menschen arbeiten im öffentlichen Dienst, in der Industrie, im Tourismus oder im Bereich Handel und Finanzen. Militärische Ausrüstung, Software, Arzneimittel und landwirtschaftliche Produkte wie Früchte, Gemüse und Blumen werden viel ins Ausland verkauft. Rohöl und Kohle, aber auch Getreide oder Rindfleisch müssen eingeführt werden. Neben den Rohstoffen ist auch Wasser ein knappes Gut.
Westmauer des Tempels
Bild vergrößern © AP Photos
Felsendom auf dem Tempelberg
Ein ganz wichtiges Gebäude für Jüdinnen und Juden ist der jüdische Tempel, der vor etwa 2000 Jahren zerstört wurde. Heute steht nur noch ein Teil der letzten Stützmauer, die den Tempel umgeben hatte. Sie wird „Klagemauer“ genannt. An diesem Ort fühlen sich Jüdinnen und Juden Gott besonders nah. Die Gläubigen stecken Zettel mit Gebeten und Bitten in die Mauerritzen und hoffen auf Gottes Beistand. Auch für Christinnen und Christen und Musliminnen und Muslime gibt es viele heilige Plätze in Israel. Christliche Pilgerinnen und Pilger suchen bevorzugt die Grabeskirche auf, während es Musliminnen und Muslime zum Felsendom oder zur Al-Aksa-Moschee zieht.
Achtung salzig!
Das Klima und die Landschaft sind sehr unterschiedlich: Die Wüste Negev ist trocken und heiß. In den Bergen ist es im Sommer warm und im Winter kalt. An der Küste fällt im Winter bei milden Temperaturen Regen und im Sommer ist die Luft feucht und heiß. Eine landschaftliche Besonderheit und beliebtes Reiseziel für Urlauber ist das Tote Meer. Das ist ein extrem salzhaltiger See, in dem es kaum Lebewesen aushalten können.
Bild vergrößern © picture-alliance / Bibliographis
Das Tote Meer in Israel