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Kolumbien

Bogotá
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Offizieller Name:
Republik Kolumbien
Hauptstadt:
Bogotá
Kontinent:
Währung:
Kolumbianischer Peso
Sprachen:
Spanisch
Fläche:
1.138.748
Einwohner:
50 Millionen
Nationalfeiertag:
20. Juli, Unabhängigkeitstag

Kolumbien befindet sich im Norden von Südamerika und hat Panama, Venezuela, Brasilien, Peru und Ecuador als Nachbarländer. Das Land grenzt im Westen an den Pazifischen Ozean und im Norden an das Karibische Meer, einen Teil des Atlantischen Ozeans. Die Anden, die zweithöchste Gebirgskette der Erde, verlaufen mitten durch das Land.

Ein Markt in Kolumbien.

Auf einem Markt in Kolumbien.

Demokratie - aber viele bewaffnete Konflikte

Kolumbien ist eine Demokratie. Die Präsidentin oder der Präsident des Landes wird alle vier Jahre direkt vom Volk gewählt. Das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes ist die Hauptstadt Bogotá. Rund 7,5 Millionen Menschen leben in der Stadt, die rund 2.600 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Zum Vergleich: Die Zugspitze, Deutschlands höchster Berg, ist "nur" 350 Meter höher.

Große Probleme im Land

Über 50 Jahre gab es einen bewaffneten Konflikte zwischen militärischen Gruppen in Kolumbien. Die Bevölkerung hat unter dem Bürgerkrieg sehr gelitten: Millionen Kolumbianer/innen wurden aus ihren Heimatstädten vertrieben und lebten in Armut, Menschenrechte wurden verletzt. Seit 2016 ist der Konflikt zu Ende, weiter gibt es aber viel Gewalt und Kriminalität in Kolumbien. Die Bekämpfung der Gewalt und des Drogenhandels gehören neben dem Ausbau der Infrastruktur zu den wichtigsten Aufgaben der Politik.

Blick auf Bogota, die Hauptstadt Kolumbiens. Der Blick erstreckt sich vom Berg Monserrate

Blick auf Bogota, die Hauptstadt von Kolumbien

Spanische Kolonie

Der Name "Kolumbien" wurde dem Land zu Ehren des italienischen Seefahrers und Entdeckers Christoph Kolumbus gegeben. Allerdings hat nicht Kolumbus das Land entdeckt, sondern es waren die spanischen Seefahrer Alonson de Ojeda und Amerigo Vespucci im Jahr 1499. Viele Spanier/innen zog es in den folgenden Jahrhunderten nach Kolumbien, auch um dort nach Gold und anderen Edelsteinen zu suchen. 1538 machten die Spanier das Land zu ihrer Kolonie. 1810 erklärte Kolumbien seine Unabhängigkeit von Spanien.

Landschaft in den Bergen von Kolumbien. Steppengras erstreckt sich vor einer Berglandschaft.

Landschaft in den Bergen von Kolumbien

Viele verschiedene Kulturen

Die Bevölkerung Kolumbiens ist sehr vielfältig. Über 80 Volksgruppen bilden die Ureinwohner/innen des Landes. Alle haben ihre eigenen Essgewohnheiten und unterschiedliche Kunst- und Musiktraditionen. Neben der Nationalsprache Spanisch kann man noch über 65 weitere Sprachen hören. Kinder vom 6. bis zum 12. Lebensjahr sind schulpflichtig. Allerdings herrscht besonders auf dem Land ein großer Lehrermangel. Kinder aus sehr armen Familien gehen arbeiten, um ihren Eltern zu helfen, anstatt die Schule zu besuchen. Viele tausend Straßenkinder kämpfen jeden Tag um Essen und einen sicheren Schlafplatz.

Straßenkarneval in Barranquilla, Kolumbien

Straßenkarneval in Barranquilla, Kolumbien

Karneval, Weihnachten und andere Feste

Eine Gemeinsamkeit aller Kolumbianer/innen ist die Freude am Feiern. Es gibt viele Feste, bei denen gegessen, gesungen und getanzt wird. Der Karneval fällt in Kolumbien besonders farbenprächtig aus: Die Menschen malen sich bunt an, tragen bunte Kostüme und feiern vier Tage lang. Ein wichtiges Familienfest für die überwiegend katholische Bevölkerung ist Weihnachten, das mit Gottesdiensten, Tänzen und Feuerwerk gefeiert wird. In Kolumbien bekommen übrigens nur die Kinder Weihnachtsgeschenke.

Jede Menge Vögel

10 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten der Erde leben in Kolumbien. So gibt es rund 50.000 unterschiedliche Pflanzenarten und mehr als 1.700 verschiedene Vogelarten. Damit ist Kolumbien das Land mit den meisten Vogelarten der Welt. Das Nationaltier, der Andenkondor, wird auch auf dem Nationalwappen abgebildet. Außerdem leben viele Reptilien- und Amphibienarten sowie exotische Säugetiere, zum Beispiel Tapire und Faultiere, in dem südamerikanischen Land. Der Nationalbaum nennt sich „Wachspalme“, wegen seiner wachsartigen Schicht am Stamm. Die Wachspalme ist die höchste Palmenart der Welt. Die Vielfalt der Pflanzen und Tiere ist allerdings bedroht. Um die Tiere und die Natur zu schützen, werden immer mehr Nationalparks gegründet. Die Menschen bemühen sich, umweltbewusst zu handeln.

Familien im Armenviertel von Bogota, der Hauptstadt von Kolumbien.

Familien im Armenviertel von Bogota, der Hauptstadt von Kolumbien.

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