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Lexikon

Währungsreform

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Währungsreform 1948 in Deutschland: Eingeführt wurde die Ost-Mark im Osten Deutschlands und die West-Mark im Westen. Hier wollen die Menschen in einer Wechselstube in West-Berlin das neue Geld haben.

Währungsreform 1948 in Deutschland: Eingeführt wurde die West-Mark im Westen und kurz darauf die Ost-Mark im Osten Deutschlands. Hier wollen die Menschen in einer Wechselstube in West-Berlin das neue Geld haben.

Was ist eine Währungsreform?
Wenn ein Staat sein Geldwesens neu ordnet, spricht man von einer Währungsreform. Oft gibt es dabei eine neue Währung. Diese neue Währung ersetzt das alte Geld, das dann nichts mehr wert ist. Durchgeführt wird eine Währungsreform meistens dann, wenn die Staatsfinanzen in großer Unordnung sind.
Währungsreformen in Deutschland
In Deutschland gab es schon mehrere Währungsreformen. 1923 wurde eine Währungsreform durchgeführt, weil die wirtschaftlichen Probleme nach dem Ersten Weltkrieg zu einer gewaltigen Inflation geführt hatten. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg gab es eine Währungsreform. Am 20. Juni 1948 wurde in den westlichen Besatzungszonen, die später zur Bundesrepubik Deutschland wurden, die Deutsche Mark als neue Währung eingeführt.
Währungsreform nach der Wiedervereinigung

In der sowjetisch besetzten Zone, die später die DDR wurde, hatte es 1948 ebenfalls eine Währungsreform gegeben. Für jede Reichsmark erhielt man eine Mark der DDR. Nach dem Zusammenbruch der DDR konnten die DDR-Bürger/innen ihre Mark der DDR im Verhältnis 1:1 in D-Mark umtauschen. Diese bisher letzte Währungsreform war eine Voraussetzung für die deutsche Wiedervereinigung und den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland am 3. Oktober 1990.

Eure Fragen dazu...

Dymila 21.10.2020

wo waren die ganzen schönen Dingen , die plotzlich in den Läden lagen, sie müssen ja irgend wo gewesen swein

Redaktion

Hallo Dymila, genauso war es. Es gab durchaus Waren, wenn sicher auch nicht so viele wie in unserer heutigen Wohlstandsgesellschaft. Aber diejenigen, denen die Waren gehörten, wollten diese nicht verkaufen, denn das Geld, das sie dafür bekommen hätten, wäre praktisch nichts wert gewesen. Mit der Währungsreform kam das Vertrauen, dass man mit dem Geld, das man für eine Ware bekam, auch wieder etwas kaufen konnte.

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