Direkt zum Inhalt

Lexikon

Weltwirtschaftskrise

von und
"Hungermarsch" 1932 in London, England. Die Menschen demonstrierten in der Weltwirtschaftskrise gegen eine Senkung der Arbeitslosenunterstützung.

"Hungermarsch" 1932 in London, England. Die Menschen demonstrierten in der Weltwirtschaftskrise gegen eine Senkung der Arbeitslosenunterstützung.

Schwere Probleme der Wirtschaft

Wenn eine andauernde Wirtschaftskrise nicht nur auf einen Staat beschränkt bleibt, sondern mehrere wichtige Wirtschaftsmächte betrifft, spricht man von einer „Weltwirtschaftskrise“. Eine solche Krise kann zum Beispiel darin bestehen, dass es in den Ländern eine hohe Arbeitslosigkeit gibt. Die Menschen verdienen dann kein Geld, um einzukaufen. Außerdem kann nichts mehr hergestellt werden. In der Wirtschaftssprache sagt man, dass dann der Kreislauf zwischen Produktion und Konsum gestört ist. Es kommt zur Krise.

Weltwirtschaftskrise 1929-1933

Wenn man in Deutschland von der Weltwirtschaftskrise spricht, meint man damit zumeist die Zeit zwischen 1929 bis 1933. Am sogenannten "Schwarzen Freitag", dem 25. Oktober 1929, sanken die Werte der Aktien weltweit fast wie im Sturzflug und es kam zu einem „Börsenkrach“. Das Geld, das viele Menschen in Aktien und Wertpapieren angelegt hatten, hatte plötzlich seinen Wert verloren. Die Krise breitete sich schnell weltweit aus und betraf insbesondere die USA und Deutschland. Auf ihrem Höhepunkt wurden rund 30 Millionen Menschen arbeitslos. Zahlreiche Firmen gingen pleite, viele Banken gingen in Konkurs. Für Deutschland brachte das große Probleme: Die Wirtschaft geriet in große Schwierigkeiten. Viele Menschen verloren ihr Vermögen und ihren Arbeitsplatz. Gleichzeitig gewannen die Nationalsozialisten immer mehr Rückhalt in der Bevölkerung. Von ihnen erhofften sich die Menschen einen Ausweg aus dem Chaos und der Arbeitslosigkeit.

Eure Fragen dazu...

question 15.02.2021

Welche folgen hatte die Weltwirtschftskrise für Kinder die in dieser Zeit gelebt haben?

Redaktion

Hallo question, die große wirtschaftliche Krise in den Jahren nach 1929 machte auch für viele Kinder das Leben schwer. Diese Jahre waren eine Zeit mit großen wirtschaftlichen und sozialen Problemen. Viele Menschen waren arbeitslos und fast überall fehlte das Geld. Dazu gab es viele Unruhen, auf den Straßen prügelten sich die Anhänger der radikalen Parteien und viele Menschen wünschten sich Frieden und eine glücklichere Entwicklung für Deutschland nach den schweren Zeiten nach dem Ersten Weltkrieg. Wir können uns vorstellen, dass die Wünsche vieler Kinder auch um solche Dinge kreisten: Eine sichere Arbeitsstelle für den Vater, weniger Sorgen um die Gesundheit und das tägliche Brot, mehr Frieden und Zuversicht unter den Erwachsenen.

Nachteule 29.01.2021

Also es geht um den "schwarzen Freitag "
Jetzt die Frage: Stelle Vermutungen an, warum fast 800.000 Menschen keinerlei Unterstützung erhielten. Was bedeutet dies für das Leben der Familien?

Redaktion

Hallo Nachteule, eure Hausaufgaben können und wollen wir hier nicht machen. Das gilt besonders dann, wenn uns nur die Frage eures Lehrers weitergeschickt wird, aber offenbar noch keine eigenen Überlegungen da sind. Trotzdem wollen wir dir einen Tipp geben, der vielleicht deine eigenen Überlegungen ins Laufen bringt: Die Weltwirtschaftskrise und der darauf folgende Zusammenbruch der Wirtschaft stellten für den Staat eine Herausforderung dar, für die die Weimarer Republik nicht gerüstet war. So war beispielsweise die Arbeitslosenversicherung gerade erst 1927 eingeführt worden und nicht darauf eingerichtet, auf einmal Millionen arbeitsloser Menschen zu unterstützen. Was das für die Familien bedeutete, die auf einmal ohne Einkommen und Unterstützung dastanden, kannst du dir sicher vorstellen. Schau doch mal auf die Seite des Deutschen Historischen Museums www.dhm.de/lemo und auch in dein Geschichtsbuch. Da erfährst du mehr zu dieser schweren Zeit.

Bubi 20.01.2021

Wünsche der Kinder 1932

Redaktion

Hallo Bubi, was genau sich Kinder im Jahr 1932 gewünscht haben, können wir dir leider nicht sagen. Wir wissen aber, dass Jungen damals sehr gerne mit der elektrischen Eisenbahn spielten, die es zu dieser Zeit noch nicht sehr lange gab. Auch Dampfmaschinen und Metallbaukästen, mit denen man tolle Modelle bauen konnte, waren sehr begehrt. Sicher haben auch Mädchen gern mit solchen Dingen gespielt. Total "in" waren auch Kaufläden, in denen man allerlei Lebensmittel und Haushaltsartikel kaufen konnte - natürlich mit Spielgeld. Aber wahrscheinlich willst du gar nicht wissen, was sich Kinder zum Spielen gewünscht haben, sondern wie sie sich die Zukunft vorstellten und was sie sich an Verbesserungen für ihre Zeit gewünscht haben. 1932 war ein Jahr mit großen wirtschaftlichen und sozialen Problemen. Viele Menschen waren arbeitslos und fast überall fehlte das Geld. Dazu gab es viele Unruhen, auf den Straßen prügelten sich die Anhänger der radikalen Parteien und viele Menschen wünschten sich Frieden und eine glücklichere Entwicklung für Deutschland nach den schweren Zeiten nach dem Ersten Weltkrieg. Wir können uns vorstellen, dass die Wünsche vieler Kinder auch um solche Dinge kreisten: Eine sichere Arbeitsstelle für den Vater, weniger Sorgen um die Gesundheit und das tägliche Brot, mehr Frieden und Zuversicht unter den Erwachsenen.

Treat people with kindness 14.01.2021

Was waren die Folgen für den Staat, die Gesellschaft und den Einzelnen während der Massenarmut durch die Weltwirtschaftskrise 1929-1933?

Redaktion

Hallo Treat people with kindness, auf allen Ebenen hatte die Weltwirtschaftskrise einschneidende Folgen. Um nur einige Punkt zu nennen: Für den Staat stellte der Zusammenbruch der Wirtschaft eine Herausforderung dar, für die die Weimarer Republik nicht gerüstet war. Die mühsam aufgebauter Stabilität der politischen Führung fiel zusammen. Die blitzartig ansteigende Arbeitslosigkeit überforderte die sozialen Systeme, die in den Jahren der Republik aufgebaut worden waren. Der Staat konnte seine Schulden nicht mehr bezahlen, dadurch gab es große Konflikte mit den Kriegsgewinnern gab, die von Deutschland die Bezahlung der Kriegsschulden (der Reparationen verlangten). Gesellschaftlich zeigten sich die Folgen vor allem in der immer größer werdenden Kluft zwischen den Parteien, den Aufstieg der radikalen Parteien am linken und vor dem am rechten Rand und der Zunahme der Gewalt, die die innere Ordnung der Weimarer Republik gefährdete. Für den Einzelnen waren die Folgen der Krise am unmittelbarsten spürbar - du hast ja schon den Begriff der Massenarmut genannt. Millionen von Menschen verloren ihre Arbeit und damit ihre Existenzgrundlage, Hunderttausende von Familien fielen in die Armut. Viele Menschen sahen keine Perspektiven mehr für sich, zahlreiche Selbstmorde und eine Zunahme der Kriminalität waren einige der Folgen. Wenn du mehr über diese schwierigen Jahre wissen willst, dann schau doch mal auf die Seiten des Deutschen Historischen Museums www.dhm.de/lemo. Da findest du viele Informationen.

Schreib uns

Schreibt uns eure Fragen