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Lexikon

Aufstand/ Aufständische

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Eine Million Bürger der DDR forderten am 4. November 1989 auf dem Alexanderplatz in Ost-Berlin den Rücktritt der SED-Regierung. Sie demonstrierten für freie Wahlen, Presse-, Meinungs- und Reisefreiheit.

Eine Million Bürger der DDR forderten am 4. November 1989 auf dem Alexanderplatz in Ost-Berlin den Rücktritt der SED-Regierung. Sie demonstrierten für freie Wahlen, Presse-, Meinungs- und Reisefreiheit.

Widerstand

Als „Aufstand“ bezeichnet man den Widerstand von Menschen gegen politische, soziale oder wirtschaftliche Verhältnisse in ihrem Land. Aufständische wollen diese Verhältnisse nicht länger dulden. Sie schließen sich deshalb zusammen und wehren sich.

Gewaltsame Aufstände
In der Vergangenheit kann man viele Beispiele für gewaltsame Aufstände finden: Beim Bauernaufstand in Deutschland 1535 haben die Bauern, Handwerker und Tagelöhner mit Waffen gegen die Obrigkeit gekämpft, letztlich aber ohne Erfolg. 1943 fand im Zweiten Weltkrieg der Aufstand der jüdischen Bewohner im Warschauer Ghetto gegen die deutschen Besatzer statt.
Friedlicher Aufstand
Am 17. Juni 1953 haben viele Arbeiter in der DDR mit einem Aufstand gegen die Regierung bessere Arbeitsbedingungen gefordert. Der Aufstand wurde blutig niedergeschlagen.

Am 17. Juni 1953 forderten viele Arbeiter in der DDR mit Streiks und Demonstrationen bessere Arbeitsbedingungen. Ihr Aufstand wurde blutig niedergeschlagen.

Ein Aufstand ist oft gewaltsam, aber nicht immer ist das so. Ein Beispiel für einen friedlichen Aufstand war der Widerstand der Menschen in der DDR 1989. Viele Bürgerinnen und Bürger haben sich damals gegen die kommunistische Regierung gestellt. Dieser friedliche Aufstand führte zum Ende der DDR.

FAQ / Häufig gestellte Fragen

(Frequently Asked Questions - das ist die englische Übersetzung von "häufig gestellte Fragen")
laika 10.02.2019

Was ist der Unterschied zu einer Revolution?

Redaktion

Hallo laika, tatsächlich stellt jede Revolution einen Aufstand gegen die herrschenden politischen und sozialen Verhältnisse in einem Land dar. Manche große Revolution hat darum auch mit einem kleinen Aufstand begonnen - das berühmteste Beispiel dafür ist die amerikanische Revolution von 1776, die mit einer Rebellion einer kleinen Gruppe von Siedlern gegen die als ungerecht empfundene Besteuerung begann. Am Ende stand dann eine völlig neue demokratische Ordnung, die auf einer Verfassung gegründet war, in der zum ersten Mal auch die allgemeinen Menschenrechte zum allgemeinen Prinzip erklärt wurden. Damit ist auch der eigentliche Unterschied zwischen einem Aufstand und einer Revolution benannt: Ein Aufstand führt gelegentlich zum Sturz eines Diktators, er bringt neue gesellschaftliche Kräfte an die Macht und ändert vielleicht auch die sozialen Zustände in einem Land. Eine Revolution aber stürzt alles um - nach der Revolution ist nichts mehr wie es vorher war, die alten Eliten sind verschwunden, die soziale und häufig auch die wirtschaftliche Ordnung folgen völlig neuen Regeln.

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