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Lexikon

Brexit

von
Flaggen von Großbritannien und der EU

Die Flaggen der EU und des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland.

Was heißt "Brexit"?

Mit diesem Wort wird der Austritt des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland (meistens mit UK für "United Kingdom" abgekürzt) aus der EU bezeichnet. Das Wort setzt sich zusammen aus „Britain“ (auf Deutsch: Britannien) und „exit“ (auf Deutsch: Weggang, Fortgang). Seit dem 1. Februar 2020 gehört das Vereinigte Königreich nicht mehr zur EU.

Der Weg zum Brexit

2016 haben die Brit/innen in einem Referendum mit knapper Mehrheit für den Austritt ihres Landes aus der EU gestimmt. Nach vielen Auseinandersetzungen darüber, wie ein solcher Austritt gestaltet werden könnte, trat das UK am 31. Januar 2020 aus der EU aus. Es ist das erste Mal, dass ein Mitgliedsland die EU verlassen hat

Wie geht es weiter zwischen EU und Vereinigtem Königreich?
Die EU und das UK haben beschlossen, dass bis Ende 2020 eine Übergangszeit gelten soll. Bis dahin sollen die bisherigen Regeln der EU gelten. Bis Ende 2020 soll zwischen UK und EU vereinbart werden, wie es in Zukunft miteinander weitergehen soll.
Veränderungen im EU-Parlament

Bis zum Brexit war das Vereinigte Königreich mit 73 Abgeordneten im Europäischen Parlament vertreten. Was ist mit diesen frei gewordenen Abgeordneten-Sitzen passiert? 30 Sitze wurden auf andere Länder verteilt: Frankreich und Spanien konnten fünf neue Abgeordnete ins EU-Parlament entsenden, Italien und die Niederlande jeweils drei, Irland zwei und weitere Länder einen Abgeordneten. Die restlichen 43 Sitze werden vorerst nicht nachbesetzt.

Eure Fragen dazu...

Reiskorn 06.10.2020

Welche Vorteile gibt es für Großbrittanien mit Brexit?

Redaktion

Hallo Reiskorn, aus Sicht der Briten, die für den Brexit gestimmt haben, liegt der Vorteil der Trennung des Vereinigten Königreichs von der Europäischen Union darin, dass die Briten jetzt alle politischen und wirtschaftlichen Entscheidungen selbst fällen können. Sie müssen sich nicht mehr an die Vorgaben halten, die die Europäische Union macht. Beispielsweise können sie andere Umweltstandards für ihre Produkte festlegen, sie können Handelsverträge mit anderen Ländern schließen und selbst darüber bestimmen, wer in Großbritannien arbeiten darf und wie viele Menschen aus anderen Ländern nach Großbritannien einreisen dürfen. Viele Kritiker und auch viele Briten glauben aber, dass diese scheinbaren Vorteile die Nachteile der Trennung von der EU nicht wett machen. Sie sind überzeugt, dass es Großbritannien wirtschaftlich schlechter gehen wird, wenn es nicht mehr Teil der großen und auf der Welt einflussreichen EU ist.

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