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Lexikon

Bundespräsident/in

von und
Im Schloss Bellevue in Berlin arbeitet der Bundespräsident.

Schloss Bellevue, der Amtssitz des Bundespräsidenten in Berlin.

Erster Mann im Staat

Der Bundespräsident ist der erste Mann im Staat. Bisher gab es in Deutschland nur Männer in diesem Amt. Vielleicht wird auch einmal eine Frau dieses Amt bekleiden. Kein Gesetz spricht dagegen.

Wahl durch die Bundesversammlung

Der Bundespräsident wird von der Bundesversammlung für fünf Jahre gewählt.Die Bundesversammlung tritt nur zu diesem Zweck zusammen. Zum Bundespräsidenten kann jeder Deutsche gewählt werden, der mindestens 40 Jahre alt ist.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Aufgaben des Bundespräsidenten
Oft ist der Bundespräsident im Fernsehen zu sehen, wenn er andere Staatsoberhäupter empfängt oder selber Staatsbesuche macht. Darin liegt eine seiner wichtigsten Aufgaben: die Vertretung Deutschlands gegenüber dem Ausland und der Abschluss von Verträgen mit anderen Ländern.


Eure Fragen dazu...

Sozipräsentation 19.11.2020

Hallo, ich habe eine Frage. Gibt es Kritikpunkte bei einem Bundespräsidenten und wenn ja welche wären das?

Redaktion

Hallo Sozipräsentation, man hat bei allen Bundespräsidenten immer auch Kritik gehört. Das ist in einem demokratischen Staat ganz normal. Es gibt Menschen, die manchmal vom Bundespräsidenten mehr politische Meinungsäußerung hören wollen, andere meinen, er solle sich bei manchen Dingen zurückhalten. Die Amtszeit von Christian Wulff war mit viel Kritik verbunden, weil man ihm vorwarf, dass er Einfluss auf die Berichtserstattung nehmen wollte. Präsident Köhler ist zurückgetreten im Zusammenhang mit Äußerungen zur Afghanistan-Politik und der Rolle der Bundeswehr. Du siehst, es gibt eine Reihe solcher Kritik, die geäußert wurde. Wir können das aber hier nicht alles aufführen.

Ciara Werner 17.09.2015

Wieso gehört der Bundespräsident zur Exekutive?

Redaktion

Hallo Ciara Werner, der Bundespräsident hat, wie wir oben geschrieben haben, in Deutschland eher repräsentative Aufgaben zu erfüllen. Dennoch wird er zur Exekutive, also der ausführenden Gewalt, gezählt. Als Teil der Exekutive wird er beispielsweise tätig, wenn er Gesetze unterschreibt und ausfertigt, wenn er Bundesminister oder Bundesrichter ernennt oder Straftäter begnadigt.

vanessa 15.06.2012

warum muss politik immer so langweilig sein???

Redaktion

Hallo vanessa, wir finden gar nicht, dass Politik langweilig ist. Ganz im Gegenteil: Politik ist sehr spannend, denn hier werden Entscheidungen getroffen, die für uns alle ganz wichtig sind! Aber du hast schon ein bisschen recht mit deiner Frage: Politik ist oft mühselig, es braucht viele Beratungen und Besprechungen, bis wirklich etwas passiert, und nicht immer reden die PolitikerInnen so, dass man sie gut verstehen kann. Aber dafür gibt es ja HANISAULAND! Das siehstdu: Politik kann durchaus Spaß machen! Hast du schon mal unsere HanisauLand-Comics gelesen? Darin gibt es einiges zum Lachen. Im wirklichen Leben ist Politik natürlich schon ein ganzes Stück ernster. Aber Politik ist auch sehr interessant und das schönste ist, dass man durch sie einiges bewegen kann.

Michelle 12.09.2011

wie oft kann der bundespräsident gewählt werden?

Redaktion

Hallo Michelle, im Grundgesetz ist festgelegt dass der Bundespräsident für fünf Jahre gewählt wird und einmal wiedergewählt werden kann. Er oder sie kann also höchstens zehn Jahre das Amt ausüben. Die Väter und Mütter des Grundgesetzes waren wohl der Ansicht, dass das ausreichend lang für eine Person ist.

Johannes 07.11.2005

Gehört der Bundespräsident zur exekutiven, legislativen oder judikativen Gewalt an?

Redaktion

Hallo Johannes, zur exekutiven Gewalt

Mandy 10.09.2004

Wie wird man Kandidat zum Bundespräsidentenamt?

Redaktion

Hallo Mandy, die Parteien überlegen sich, wer als Kandidat für das Amt in Frage kommen könnte. Dann werden viele Gespräche geführt, um festzustellen, ob der- oder diejenige, die sich die Partei vorstellt, auch die Chance hat, von der Bundesversammlung gewählt zu werden. Und dann entscheiden die Parteien, wen sie als Kandidat oder Kandidatin aufstellen. Wie der Bundespräsident dann gewählt wird, haben wir im Stichwort Bundesversammlung erklärt.

Sabrina 22.06.2004

Was passiert, wenn der Bundespräsident ein Gesetz nicht unterschreibt?

Redaktion

hallo Sabrina, der Bundespräsident darf die Ausfertigung eines Gesetzes nur verweigern, wenn er das Gesetz "offensichtlich und zweifelsfrei" für verfassungswidrig hält. Dann tritt das Gesetz nicht in Kraft. Wenn die Bundesregierung oder der Bundestag oder der Bundesrat anderer Ansicht sind, können sie vor dem Bundesverfassungsgericht (BVerfG) ein sogenanntes Organstreitverfahren einleiten mit dem Ziel festzustellen, dass der Bundespräsident verpflichtet ist, das Gesetz auszufertigen. So wird dann (mittelbar) über die Verfassungsmäßigkeit des Gesetzes entschieden. Wenn das BVerfG feststellt, dass das Gesetz mit der Verfassung übereinstimmt, gibt es zwar keine "Zwangsmittel", aber der Bundespräsident ist dann rechtlich verpflichtet, das Gesetz zu unterschreiben. Politisch ist er damit natürlich schwer beschädigt.
Ganz theoretisch und fernliegend gibt es auch die Möglichkeit, den Präsidenten anzuklagen (Art. 61 GG). Aber da müssen dann ganz besondere Voraussetzungen vorliegen.

janina 25.03.2004

Warum dürfen sich die bundespräsidenten nicht so oft aufstellen lassen wie sie wollen???

Redaktion

Hallo Janina, dies ist im Grundgesetz so festgelegt. Der Bundespräsident wird für fünf Jahre gewählt und er kann einmal wiedergewählt werden. Er oder sie kann also höchstens zehn Jahre das Amt ausüben. Die Väter und Mütter des Grundgesetzes waren wohl der Ansicht, dass das ausreichend lang für eine Person ist.

Dominic 22.03.2004

Warum muss der Bundespräsident mindestens 40 Jahre alt sein?

Redaktion

Hallo Dominic, dies hat das Grundgesetz so festgelegt. Die Überlegung, die dahinter steht: Menschen mit 40 Jahren haben im Allgemeinen schon einige Lebenserfahrung, können vielleicht leichter als viele jüngere Menschen ausgleichend wirken, können mit mehr persönlicher Autorität auftreten.

Johannes 13.03.2004

Hat der Bundespräsident Einfluss auf die Regierung

Redaktion

Er kann nicht bestimmen, was die Regierung tun soll. Das sieht das Gesetz nicht vor. Aber Einfluss kann man ja auf ganz unterschiedliche Weise nehmen. Wenn der Bundespräsident zum Beispiel auf bestimmte Dinge in der Öffentlichkeit immer wieder hinweist, kann es durchaus sein, dass die Regierung das in ihrer Politik auch berücksichtigt.

DOMNIC 06.03.2004

GIBT ES EIN MINDESTALTER FUER DEN
BUNDESPRAESIDENTEN?

Redaktion

Man muss mindestens 40 Jahre alt sein, um Bundespräsident oder Bundespräsidentin zu werden. Die Überlegung, die dahinter steht: Menschen mit 40 Jahren haben im Allgemeinen schon einige Lebenserfahrung. Und das ist gut für das Amt des Staatsoberhauptes. Denn er muss mit Autorität auftreten. Das fällt etwas älteren Menschen oft leichter als jüngeren.

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